Bahnläufe des SV Kyffhäuser e.V. 2012

So schwierig und langfristig war die Auswertung der Bahnläufe über 3000,5000 und 10000m des SV Kyffhäuser wohl noch nie. Unter optimalen Bedingungen mit warmen Temperaturen und kaum Wind wurde der Wettkampf zunächst mit dem3000- und zeitgleich 5000m-Lauf um 17:10Uhr eröffnet. Die kürzeste Strecke war seitens der Wertung den U14 Läuferinnen und Läufern vorbehalten. Die Mitteldistanz sollten die U20-Teilnehmer unter sich ausmachen. Die Hauptklasse - 20 Jahre und aufwärts - startete auf der 10000m-Langstreckedanach gegen 17:50Uhr. Trotzdem konnten alle Interessierten ihrem Leistungsniveau oder ihrer Neigung entsprechend unter allen Wettbewerben wählen.

Die ersten beiden Austragungen wurden durch den Sondershäuser 5000m-LäuferBouke Onstenk mit erwartungsgemäß sehr hohem Tempo eröffnet. Sein Lauf endete bereits nach 15:41 Minuten. Enrico Gäbe und Lars Beie vom SVKyffhäuser hielten aber sehr gut dagegen. Enrico Gäbe benötigte nur ca. 90 Sekunden mehr und Lars Beie erreichte nach nochmal etwa 60 Sekunden das Ziel. Bei den Frauen siegte ein Gast aus Salzkotten. Elfi Hüther vor Viktoria Somov und Marion Kaps. So sah der Gesamteinlauf aller Altersklassen auf dieser Distanz aus. Ausgehend von der U20-Wertung siegte bei den Frauen Viktoria Somov vor Isabelle Kronberg und Juliane Kronberg. Die jungen Männer wurden von Lars Beie dominiert. Der Zweitplatzierte Fabian Csanyi war nur knapp vor Adrian Fierenz. Die Platzierungen sind jedoch nur die eine Seite der Medaille. Die andere sind die hervorragenden Zeiten der jungen Wilden. Alle drei waren unter 20 Minuten. Das sind mindestens 15km/h im Durchschnitt.

Jetzt jedoch zum Problemkind 3000m-Lauf. Auf allen Strecken wurde auf Rundenzähler verzichtet. Sie sollten normalerweise die Läufer über noch bevorstehende Runden auf dem Laufenden halten. Bei den Großen kann meistens darauf verzichten werden. Die Kleinen benötigen hier jedoch Beistand. Und so kam, was kommen musste. Fünf Kinder liefen eine Runde zu wenig. Sogar in Begleitung laufende Schützlinge waren betroffen. Im Endeffekt lief sogar die Begleitung eine Runde zu wenig. Das sorgte zurecht im Anschluss bei der Auswertung für Diskussionen. Die rein elektronische Zeitnahme konnte hier die Zweifel nicht beseitigen. Zur Sicherheit wurde die Videoanalyse bemüht und nochmal nachträglich von Hand durchgezählt. Leider hat sich damit für die Kinder die Lage nicht verbessert. In der Konsequenz werden im nächsten Jahr alle Strecken separat starten. Das vereinfacht die Überwachung durch dann wieder eingeführte Rundenzähler und reduziert deren Anzahl. Die U14-Wertung ergibt sich nach der Korrektur so, dass bei den Mädchen Eileen Henning knapp vor Isabell Walleit siegt und auf dem dritten Platz Henriette Hannig gewertet wird. Die Jungs wurden von Even Schuhmann angeführt. Danach kamen Max Hannig und Anton Stockhaus.

Bei den Großen gab es kaum Verwirrungen. Sie spulten soverän die 25 Rundenmehr oder weniger schnell ab. Interessant war der Zweikampf an der Spitze.23 Runden machte Lothar Hörning die Führungsarbeit und Stephan Knopf lauert ein Angriffsstellung hinter ihm. In der vorletzten Runde kam dann der unvermeidliche Angriff. Am Ende manifestierte sich der Sieg von Stephan Knopf in einem 7-Sekunden-Vorsprung vor Lothar Hörning. Dann kann eine Weile nichts und dann Mike Barthel. Und das ist eigentlich erstaunlich, denn Mike Barthels aktuelle Kondition ist eher für extreme Ausdauerleistungen zurechtgemacht. Er absolvierte erst kürzlich den Trans-Alpine-Marathon mit meheren tausend Höhenmetern. Da nur 2 Frauen die lange Strecke wählten, war zumindest vorher klar, dass sie sich platzieren. Nur die Reihenfolge musste noch ausgemacht werden. So gewann Christiane Wehling vor Cornelia Wojciechoski. Die bedauerlich lange Auswertung, wird mit den Erkenntissen hoffentlich nächstes Jahr nicht wiederholt. (UR)