Avaz Tower Run Sarajewo 2012 - Treppenlauf der Extreme

Nachdem Enrico Gäbe ( SV Kyffhäuser ) die 770 Stufen von Berlin (Rang 14) und die 1202 Stufen bei der EM in Frankfurt (17.Platz /3. bester Deutscher) absolviert hat, folgten nun 2 Rennen der besonderen Extreme.

So startete Gäbe am 9.Juni zum ersten Mal in Sarajewo beim Avaz Tower Run, zu dem er vom Veranstalter eingeladen wurde. Hier galt es im brutalen Massebstart 100 Sprint und 780 Stufen über ca 150 Höhenmeter zu absolvieren. Es wurde in Gruppen gestartet. Jedoch mußte Gäbe mit rund 100 weiteren Läufern in einer Gruppe gemeinsam starten. Die Läufer waren wie die Tiere. Wer nicht schnell genug war, wurde von der Strecke gedrängt. Besonders brutal ging es am Treppenhauseingang, zu dem eine ca. 1m breite Tür führte. Hier wurde man quasi in der Masse eingequetscht. Der Sieger verlor einen Schuh und manch anderer Läufer seine Startnummer. Diese wurden dann einfach nicht gewertet.

Gäbe kämpfte sich dann von Mittelfeld durch die Masse auf Rang 6 vor, war dann völlig außer Kräften und hatte starke Kreislaufprobleme. Es war mehr ein Kampf als ein Rennen. Doch der Veranstalter würdigte das nicht als bekannt wurde das Gäbe von 159 Finishern Sechster wurde. Man zeigte ihm die kalte Schulter. Eine Einladung wird er sicher nicht mehr erhalten.

Seine Zeit betrug 4:36,91 min. Der Sieger war ein Pole (Piotr Lobodzinski) und brauchte nur 4:02,56 min. Leider wurde die Veranstaltung von einem Todesfall überschattet. Ein 76 jähriger Läufer brach im 12. Stock zusammen.

Am 14.Juni siegte Gäbe am Völkerschlachtdenkmal.

Hier war besonders Kraftausdauer gefragt. Es mußten 10 Runden a 700m (um den Teich), 35 Höhenmeter, 198 Aufwärts- und 198 Abwärtsstufen uberwunden werden. Das heißt insgesamt wurden 7km mit 350 Höhenmetern und 3960 Stufen gelaufen, wofür Gäbe nur 36:49 min brauchte und siegte. Er mußte dafür bis an seine physischen und mentalen Leistungsgrenzen, war jedoch dafür überglücklich, wenn auch total erschöpft, als er die Ziellinie erreicht und hörte, daß er sogar den Streckenrekord erreicht habe.

Auch Gäbes Mutter Cornelia W. Meisterte 3 Runden in circa 15 min. beim Spendenlauf und motivierte Sohn Gäbe dann auf der Strecke, was ihm zum Sieg anspornte.